Industrie 4.0 – pixolus https://pixolus.de Fri, 03 Jan 2020 15:23:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0.17 VKU-Erklärung zu Digitalisierungsplänen von Stadtwerken https://pixolus.de/blog/und-sie-bewegen-sich-doch-digitalisierungsplaene-von-stadtwerken/ Mon, 18 May 2015 07:52:02 +0000 http://pixolus.de/?p=898 Mehr... →

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„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!“ Ähnlich klingt die Erkenntnis, die Hans-Joachim Reck als Geschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) auf der Konferenz „Digitalisierung der Energiewirtschaft: Konkrete Geschäftsmodelle für Stadtwerke“ artikulierte: „Wünsche und Ansprüche ändern sich. Die Kunden verlangen nach umfassenderen Informationen, flexiblen und raschen Anpassungen ihrer Tarife, vergleichen Angebote online und wechseln im Zweifel den Versorger.“ Der VKU vertritt über 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Reck weiter: „Stadtwerke müssen ihre Kunden in einem zunehmend fragmentierten Markt, in den mehr und mehr branchenfremde Akteure eintreten, erfolgreich an sich binden.“

Die Zeiten der gesetzlichen Kundenbindung sind lange vorbei und auch Stadtwerke müssen sich anpassen. Kunden von Stadtwerken sind heute informierter und souveräner geworden und haben andere Ansprüche: „Die Kunden verlangen nach umfassenderen Informationen, flexiblen und raschen Anpassungen ihrer Tarife, vergleichen Angebote online und wechseln im Zweifel den Versorger.“

Was die Kommunikation und die Nutzung moderner Hilfsmittel anbetrifft, hinken viele Stadtwerke noch hinterher. Auf Fachmessen und Kongressen äußern Stadtwerke-Vertreter fast einheitlich die Absicht, Schritte in Richtung Digitalisierung und Apps zu unternehmen. Damit sollen Prozesse optimiert, Kosten gesenkt und zugleich Kunden gewonnen UND gebunden werden.

Zu einem Machtfaktor wird nach Ansicht von Hans-Joachim Reck zunehmend die Frage, wer künftig „Herrscher“ der Daten ist: „Verbrauchsdaten werden zum Wert an sich. Daran sind zunehmend auch andere Akteure insbesondere aus der IT-Welt interessiert. Die Stadtwerke haben hier mächtige Konkurrenten.“ Der VKU empfiehlt daher Stadtwerken, aktiv die Chancen einer Digitalisierung anzugehen und Kunden etwa Smart Home-Lösungen oder entsprechende Apps (z.B. inklusive Kundenselbstablesung zur Erfassung und Übermittlung von Zählerständen) anzubieten. (sk/ok)

Zur VKU-Pressemitteilung vom 11.5.2015

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Innovation im Energiesektor – Anforderungen und Chancen der digitalen Transformation https://pixolus.de/blog/innovation-im-energiesektor-anforderungen-und-chancen-der-digitalen-transformation/ Thu, 09 Apr 2015 06:53:49 +0000 http://pixolus.de/?p=859 Mehr... →

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Kommenden Montag startet mit der Hannover Messe 2015 eine der wichtigsten Industriemessen unter dem diesjährigen Leitsatz „Integrated Industry – Join the Network. Die Industrie der Zukunft ist vernetzt“. Fragt sich, warum ist die Industrie der Gegenwart (noch) nicht vernetzt ist? So oder so, das Mantra der Digitalisierung bzw. digitalen Transformation hält gemächlich Einzug in den Industriesektor. Noch ist „Industrie 4.0“ einer aktuellen BITKOM-Umfrage zufolge jedem dritten Produktionsbetrieb in Deutschland kein Begriff.

In der Ausgabe 4/2014 des BDEW-Magazins „Streitfragen“ findet sich ein interessantes Interview (S. 44–45) mit dem Innovationsforscher Dan Breznitz zum Innovationspotenzial Deutschlands, insbesondere im Hinblick auf Energiesysteme. Darin äußert Breznitz seine Einschätzung, dass Deutschland gegenüber den USA in einigen Bereichen die Nase deutlich vorn hat. Für den Energiesektor sieht Breznitz großes Potenzial für Impulse aus der Informations- und Kommunikationstechnik. Hier können Innovationen in bestehende Prozesse integriert werden, um einerseits die Versorgung mit Energie zu verbessern und anderseits den Energieverbrauch zu optimieren.

„Die größte Wirkung entfalten neue Technologien, wenn Sie in vorhandene Produkte und Dienstleistungen integriert werden“, so Breznitz.

In der Tat muss das Rad nicht jedes Mal komplett neu erfunden werden. Unsere App pixometer erfasst Energiezählerstände von vorhandenen Energiezählern (die Erfassung von Rollenzählern ist bereits technisch umgesetzt, die Erfassung von LCD-Zählern erfolgt in Kürze) mit der Smartphone-Kamera – so einfach wie ein Barcode-Scanner. pixometer kann problemlos in bestehende Abläufe der Verbrauchserfassung und -abrechnung eingebunden werden, ohne dass der derzeitige Ableseprozess durch Ableser oder Endverbraucher komplett neu aufgesetzt werden muss.

Nach einer Umfrage von Steria Sopra Consulting stehen für Nutzer von Strom-Apps die Erfassung und Übermittlung von Zählerständen ganz oben auf der Wunschliste – diesen Kundenwunsch greifen wir auf.

pixometer ist auf die Erfordernisse in der Verbrauchsdatenablesung zugeschnitten. Unsere übergreifende Vision, die Erfassung und Digitalisierung von Daten zu vereinfachen, eignet sich aber auch für weitere Anwendungsbereiche – als Schlüsselfunktionalität, die bedarfsgenau in etablierte Geschäftsprozesse eingebunden werden kann. Das erscheint uns ganz im Sinne von Breznitz:

„Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten ist Deutschland sehr gut darin, Erfindungen für
die Industrie zu nutzen und in der gesamten Wirtschaft anzuwenden. In Deutschland bedeutet Innovation häufig, neue Ideen und Fähigkeiten in alte und reife Branchen, Produkte und Prozesse einzubringen […]“

Zur Person:
Prof. Dr. Dan Breznitz ist Inhaber des Lehrstuhls für Innovationsstudien und stellvertretender Leiter des Innovation Policy Lab an der Universität Toronto.
(sk/ok)

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