{"id":473,"date":"2015-01-16T18:53:13","date_gmt":"2015-01-16T16:53:13","guid":{"rendered":"http:\/\/pixolus.de\/?p=473"},"modified":"2015-01-26T10:31:39","modified_gmt":"2015-01-26T08:31:39","slug":"vorschlag-vom-bundesagrarminister-gen-food-per-handy-erkennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pixolus.de\/en\/blog\/vorschlag-vom-bundesagrarminister-gen-food-per-handy-erkennen\/","title":{"rendered":"Vorschlag vom Bundesagrarminister: Gen-Food per Handy erkennen"},"content":{"rendered":"<p>Anfang des Jahres machte Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) mit seinem Vorschlag gentechnischver\u00e4nderte Lebensmittel (Anteil &gt; 0,9%) per Handyscan zu ermitteln von sich reden (u.a. <a title=\"Artikel &quot;Such die Gentechnik-Milch mit deinem Handy&quot;\" href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/gruenegeschaefte\/2015\/01\/06\/ttip-gentechnik\/\" target=\"_blank\">DIE ZEIT bloggte dazu<\/a>). Diese Idee steht im Zusammenhang mit der heftigen Diskussion \u00fcber den Import genmanipulierter Lebensmittel aus Amerika im Zuge des verhandelten TTIP-Abkommens.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Streitpunkt ist dabei die Kennzeichnung gentechnischver\u00e4nderter Organismen (GVO); Die Lebensmittellobby m\u00f6chte keine Kennzeichnung, Verbrauchervertreter hingegen schon. Bisher m\u00fcssen gentechnisch ver\u00e4nderte Produkte nicht gesondert ausgewiesen werden. Dies geschieht auf freiwilliger Basis &#8211; zum Beispiel unter Verwendung des Siegels &#8220;ohne Gentechnik&#8221; des <a title=\"Verband Lebensmittel ohne Gentechnik\" href=\"http:\/\/www.ohnegentechnik.org\" target=\"_blank\">Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG)<\/a>. Dieses seit 2008 bestehende Siegel tragen derzeit knapp 1.200 Produkte.<\/p>\n<p><strong>Scannen per Handy statt Gen-Siegel?<\/strong><\/p>\n<p>Schmidts Idee: Verbraucher sollen Produkte selbst per Handy-App scannen k\u00f6nnen, um zu erfahren, ob das jeweilige Lebensmittel gentechnischmodifizierte\u00a0 Bestandteile beinhaltet. Man muss dazu sagen, dass dies kein offizieller Vorschlag ist, sondern im informellen Austausch mit seinem US-amerikanischen Kollegen Tom Vilsack aufgekommen ist.<\/p>\n<p>Die Idee, mehr \u00fcber Lebensmittel und deren Zusammensetzung zu erfahren, ist nicht neu. Seit l\u00e4ngerem gibt es Apps, mit denen sich der Strichcode (EAN) \u00fcber die Smartphone-Kamera erfassen l\u00e4sst, um detaillierte Angaben zum Produkt zu erhalten. Eine solche Anwendung bietet beispielsweise der <a title=\"App-Spezialist barcoo\" href=\"http:\/\/www.barcoo.com\/\" target=\"_blank\">App-Spezialist barcoo<\/a>. Neben dem Angebot von barcoo gibt es weitere Anlaufstellen im Internet, um mehr \u00fcber die Herkunft und Zusammensetzung von Lebensmitteln zu erfahren &#8211; zum Beispiel das Webangebot <a title=\"Was steht auf dem Ei?\" href=\"http:\/\/www.was-steht-auf-dem-ei.de\" target=\"_blank\">www.was-steht-auf-dem-ei.de<\/a>, wo man durch Eingabe der Herkunftsnummer (sog. Eierkennzeichnung)\u00a0 erfahren kann, aus welcher Haltungsart das Fr\u00fchst\u00fccksei stammt.<\/p>\n<p>Technisch realisierbar w\u00e4re heute eine Weiterentwicklung gegebener mobiler L\u00f6sungen: Alternativ zum Barcode lie\u00dfen sich einerseits die kodifizierte Herstellerangabe auf der Lebensmittelverpackung scannen. Anderseits k\u00f6nnten spezifische Codes und Siegel auf der Produktverpackung erkannt werden. Gleiches g\u00e4lte beispielsweise eben auch f\u00fcr den Kennzeichnungs-Code auf Eiern. Eine Software zur mobilen Erfassung von Texten und Bildelementen\/Grafiken per Smartphone-Kamera haben wir als pixolus entwickelt. Diese Technik kann anwenderfreundlich (schnell, intuitiv, zuverl\u00e4ssig) umgesetzt werden und ist kompatibel mit g\u00e4ngigen Smartphone-Betriebssystemen.<\/p>\n<p>Eins noch &#8211; wenn wir schon beim Landwirtschaftsministerium sind: Schmidts Vorg\u00e4ngerin Ilse Aigner, hat da vor einem Jahr die Initiative \u201e<a title=\"Initiative &quot;Zu gut f\u00fcr die Tonne&quot;\" href=\"http:\/\/www.zugutfuerdietonne.de\" target=\"_blank\">Zu gut f\u00fcr die Tonne<\/a>&#8221; auf den Weg bringen lassen. Lange Ratschl\u00e4ge zu Einkaufsverhalten und Lebensmittellagerung auf der Website sind ja sch\u00f6n und gut. Doch den Menschen eine praktikable technische L\u00f6sung in die Hand zu geben (im wahrsten Wortsinne!) w\u00e4re besser. Diesbez\u00fcglich lie\u00dfe sich die Idee des Lebensmittel-Scans weiterdenken &#8211; z.B. als App, die das Mindesthaltbarkeitsdatum scannt und speichert, um rechtzeitig vor dessen Ablauf zu warnen. pixolus k\u00f6nnte seine Expertise und eine dazu geeignete Software-Komponente beisteuern. Ein App, die ansatzweise in diese Richtung geht, gibt es bereits von <a title=\"Foodloop - App gegen Lebensmittelverschwendung\" href=\"http:\/\/www.foodloop.de\" target=\"_blank\">FoodLoop<\/a>, einem anderen, ebenfalls mehrfach ausgezeichneten K\u00f6lner Start-up. (ok)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang des Jahres machte Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) mit seinem Vorschlag gentechnischver\u00e4nderte Lebensmittel (Anteil &gt; 0,9%) per Handyscan zu ermitteln von sich reden (u.a. DIE ZEIT bloggte dazu). 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