Energiewende – pixolus https://pixolus.de Wed, 30 Sep 2020 12:02:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0.17 Studie: EnergiemanagerInnen wünschen sich mobile Energiedatenerfassung https://pixolus.de/blog/studie-energiemanagerinnen-wuenschen-sich-mobile-energiedatenerfassung/ Wed, 30 Sep 2020 09:57:24 +0000 https://pixolus.de/?p=4295 Mehr... →

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Jedes Energiemanagement ist nur so gut wie seine Datenbasis – diese Weisheit deutet auf eine Schwachstelle vieler EDM-Systeme hin: Die korrekte Erfassung der Verbrauchsdaten (Strom, Gas, Wasser, Wärme) ist vielfach die Achillesferse. Natürlich sollte die Erfassung von Zählerwerten nicht nur zuverlässig, sondern auch einfach erfolgen.

In Rahmen der Initiative sustainKMU haben die Universität Siegen und die ASEW den deutschen Markt für Energiemanagementsoftware untersucht (»Marktstudie Energiemanagementsysteme«). Betrachtet wurden insgesamt 78 Programme. Zusätzlich erhielten alle Anbieter einen Fragebogen, den 39 beantwortet haben. Diese Ergebnisse flossen mit in die Analyse ein.

Dabei zeigt sich, dass das Angebot bisweilen recht heterogen ist – mit Blick auf u.a. den Funktionsumfang, konkrete Anwendergruppe, die ISO 500001-Konformität bis hin zum Preis und nicht zuletzt Datenschutzaspekten wie etwa dem geografische Speicherort der Daten. Als eine wichtige Erkenntnis konstatieren die Autoren, dass „mit einer ´einfachen´ digitalen Software [Unternehmen] jedoch dabei unterstützt werden [können] Einsparpotentiale zu erkennen, Hemmnisse abzubauen und durch ein EnMS die Energieeffizienz zu steigern“.

Der unzureichende Überblick über Energieverbrauch und Effizienzmaßnahmen wird als eines der größten Hemmnisse ausgemacht. Weiter spiele bei der Entscheidung für eine Energiemanagementsoftware eine große Rolle, wie leicht sie sich in die bestehende digitale Infrastruktur des Unternehmens einbinden lasse. Gerade für Energieauditoren sei besonders wichtig, dass Messwerte mit mobilen Endgeräten (z.B. Smartphones, Tablets) eingelesen werden können. Zwar geben 92% der Antwortenden an, dass dieser Schritt möglich wäre, jedoch würden „Energieberater die Erfahrung [machen], dass genau diese Eigenschaft sehr hilfreich wäre und auf dem Markt noch nicht verbreitet ist“.

Wie genau Zählerstände erfasst werden, ist aus den Studienergebnissen nicht zu erfahren. Dabei ist mobile Erfassung nicht gleiche mobile Erfassung: Diese reicht von Eintippen von Daten über die Tastatur eines Laptops über die Eingabe von Werten in Tablets und Smartphones bis hin zu einer automatisierten Erhebung mittels Datenloggern oder eben der von pixolus entwickelten Zählerstand-Scanfunktion pixometer.

pixometer - mobile Datenerfassung für Energiemanager und Energieaudits

Verbrauchserfassung per Kamera statt Zettelwirtschaft

Gesetzlich sind vorwiegend größere Unternehmen zu Energieaudits nach DIN EN 16247-1 verpflichtet. Alternativ können diese den Weg der Einführung eines Energiemanagement-systems (EnMS) gehen. Es ist davon auszugehen, dass auch in kleineren Unternehmen Energie-einsparpotentiale sehr hoch sind. Gleiches gilt für kommunale Betriebe und Liegenschaften. Nach einer aktuellen Meldung der EnergieAgentur NRW verfügen Städte und Gemeinden in Deutschland über rd. 175.000 Nichtwohngebäude (z.B. kommunale Verwaltungsgebäude, Schulen, Sportstätten oder Kitas). Die Wärme- und Stromversorgung dieser Liegenschaften kostet jedes Jahr ca. vier Milliarden Euro. Nicht nur die Kämmerer der Gemeinden, sondern auch das Klima profitieren von den hier umgesetzten Energieeinsparungen.

So bieten mittlerweile auch Versorger wie die EnBW AG mit KEM – Kommunales Energiemanagement auf kommunale Bedarfe zugeschnittene Lösungen. In einem gemeinsamen Projekt hat pixolus den Prozess der Datenerfassung neu aufgestellt: Mehr zu den Funktion und Vorteile schildern wir in unserem Blog: Die neue Scan2KEM-App. (OKa, SKr)

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Innovation im Energiesektor – Anforderungen und Chancen der digitalen Transformation https://pixolus.de/blog/innovation-im-energiesektor-anforderungen-und-chancen-der-digitalen-transformation/ Thu, 09 Apr 2015 06:53:49 +0000 http://pixolus.de/?p=859 Mehr... →

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Kommenden Montag startet mit der Hannover Messe 2015 eine der wichtigsten Industriemessen unter dem diesjährigen Leitsatz „Integrated Industry – Join the Network. Die Industrie der Zukunft ist vernetzt“. Fragt sich, warum ist die Industrie der Gegenwart (noch) nicht vernetzt ist? So oder so, das Mantra der Digitalisierung bzw. digitalen Transformation hält gemächlich Einzug in den Industriesektor. Noch ist „Industrie 4.0“ einer aktuellen BITKOM-Umfrage zufolge jedem dritten Produktionsbetrieb in Deutschland kein Begriff.

In der Ausgabe 4/2014 des BDEW-Magazins „Streitfragen“ findet sich ein interessantes Interview (S. 44–45) mit dem Innovationsforscher Dan Breznitz zum Innovationspotenzial Deutschlands, insbesondere im Hinblick auf Energiesysteme. Darin äußert Breznitz seine Einschätzung, dass Deutschland gegenüber den USA in einigen Bereichen die Nase deutlich vorn hat. Für den Energiesektor sieht Breznitz großes Potenzial für Impulse aus der Informations- und Kommunikationstechnik. Hier können Innovationen in bestehende Prozesse integriert werden, um einerseits die Versorgung mit Energie zu verbessern und anderseits den Energieverbrauch zu optimieren.

„Die größte Wirkung entfalten neue Technologien, wenn Sie in vorhandene Produkte und Dienstleistungen integriert werden“, so Breznitz.

In der Tat muss das Rad nicht jedes Mal komplett neu erfunden werden. Unsere App pixometer erfasst Energiezählerstände von vorhandenen Energiezählern (die Erfassung von Rollenzählern ist bereits technisch umgesetzt, die Erfassung von LCD-Zählern erfolgt in Kürze) mit der Smartphone-Kamera – so einfach wie ein Barcode-Scanner. pixometer kann problemlos in bestehende Abläufe der Verbrauchserfassung und -abrechnung eingebunden werden, ohne dass der derzeitige Ableseprozess durch Ableser oder Endverbraucher komplett neu aufgesetzt werden muss.

Nach einer Umfrage von Steria Sopra Consulting stehen für Nutzer von Strom-Apps die Erfassung und Übermittlung von Zählerständen ganz oben auf der Wunschliste – diesen Kundenwunsch greifen wir auf.

pixometer ist auf die Erfordernisse in der Verbrauchsdatenablesung zugeschnitten. Unsere übergreifende Vision, die Erfassung und Digitalisierung von Daten zu vereinfachen, eignet sich aber auch für weitere Anwendungsbereiche – als Schlüsselfunktionalität, die bedarfsgenau in etablierte Geschäftsprozesse eingebunden werden kann. Das erscheint uns ganz im Sinne von Breznitz:

„Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten ist Deutschland sehr gut darin, Erfindungen für
die Industrie zu nutzen und in der gesamten Wirtschaft anzuwenden. In Deutschland bedeutet Innovation häufig, neue Ideen und Fähigkeiten in alte und reife Branchen, Produkte und Prozesse einzubringen […]“

Zur Person:
Prof. Dr. Dan Breznitz ist Inhaber des Lehrstuhls für Innovationsstudien und stellvertretender Leiter des Innovation Policy Lab an der Universität Toronto.
(sk/ok)

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Eckpunkte „Smart Meter“-Umstellung: Regierung erspart Normalverbrauchern teure Smart Meters https://pixolus.de/blog/eckpunkte-smart-meter-umstellung-regierung-erspart-normalverbrauchern-teure-smart-meters/ Mon, 09 Mar 2015 10:02:50 +0000 http://pixolus.de/?p=801 Mehr... →

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 09.02.2015 das Eckpunktepapier „Verordnungspaket Intelligente Netze“ herausgegeben. Die Beschlussfassung zur entsprechenden Gesetzesvorlage soll im Sommer 2015 erfolgen.

Das Eckpunktepapier sieht für den allergrößten Teil deutscher Haushalte (mit Verbräuchen von weniger als 6.000 kWh/Jahr) aus Kostengründen vor, auf eine Umstellung auf intelligente Zähler zu verzichten. Nur für Haushalte mit großen Verbräuchen wird überhaupt eine Umstellung vorgeschlagen und dies später als ursprünglich geplant – nämlich stufenweise ab 2017 (>20.000 kWh/Jahr), 2019 (> 10.000 kWh/Jahr) bzw. 2021 (> 6.000 kWh/Jahr). In Deutschland liegt der durchschnittliche Jahresverbrauch von 3 Personen-Haushalten zwischen 3.000 und 4.000 kWh/Jahr. Die Umstellung auf Smart Meters betrifft also Privathaushalte kaum. Auch heute noch vorgeschriebene Einbauverpflichtungen bei Neubauten und Renovierungen sollen künftig entfallen.

Rollout Plan der Bundesregierung Smart Metering

Der Rollout-Plan der Bundesregierung für intelligente Messsysteme und Stromzähler
(Quelle: www.bmwi.de).

Im Eckpunktepapier heißt es wörtlich:

„Es wird keinen Rollout ‚um jeden Preis‘ geben. Kosten und Nutzen müssen in einem vernünftigen Verhältnis stehen.“

Grundlage für diese Einschätzung ist eine im Auftrag des BMWi von Ernst & Young erstellte und im Juli 2013 veröffentlichte Kosten-Nutzen-Analyse. Diese habe gezeigt, dass es

„gesamtwirtschaftlich nicht angezeigt wäre, einen verpflichtenden Rollout für 80 oder sogar 100 Prozent aller Haushalte vorzusehen. Ein so umfangreicher Rollout würde bei Klein- und Durchschnittsverbrauchern zu unzumutbaren Kostenbelastungen führen“.

Verbraucher werden lediglich verpflichtet, bis 2032 elektronische Stromzähler einzubauen. Dabei soll der Verbraucher wählen können, wie Energieverbräuche visualisiert werden:

„Die Art und Weise, wie der Verbrauch veranschaulicht wird – Kern des Energieeffizienzgedankens – soll der Kunde entscheiden. Das heißt insbesondere, dass keine Verpflichtung zu einem externen Zweitdisplay vorgesehen ist. Dies senkt die Kosten und erhöht die Chancen für maßgeschneiderte Kundenlösungen.“

Wir von pixolus arbeiten gerade an solchen maßgeschneiderten Kundenlösungen. Unser Ansatz macht die Umrüstung auf teure funkgesteuerte Messsysteme überflüssig: Mit pixometer kann jeder Smartphone-Besitzer seine Zähler ganz einfach und bequem erfassen und seinen Energieverbrauch graphisch darstellen. Privathaushalte werden ganz im Sinne der Energiewende für ihren Energieverbrauch sensibilisiert. (sk)

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UPDATE
11.03.2015

Die Bundesnetzagentur hält die – im BMWi-Eckpunktepapier bereits sehr hoch angesetzten – Verbrauchsuntergrenzen zur stufenweisen Einführung von Smart Metern für immer noch zu niedrig. Danach rechne sich ein Einbau von intelligenten Zählern erst ab einem Jahresstromverbrauch von 20.000 kWh. Dies entspricht dem 5 bis 7-fachen (!) Jahresverbrauch eines durchschnittlichen 3-Personenhaushalts in Deutschland.

Laut einem internen Papier fallen die Einbaukosten bei niedrigen Verbräuchen doppelt so hoch aus, wie die zu erwartenden Stromeinsparungen. (sk)
(Quelle)

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