Smart Metering – pixolus https://pixolus.de Fri, 03 Jan 2020 15:30:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0.17 Vertriebspartnerschaft mit Zählerspezialisten Lackmann https://pixolus.de/blog/vertriebspartnerschaft-mit-zaehlerspezialisten-lackmann/ Fri, 28 Jul 2017 10:26:52 +0000 http://pixolus.de/?p=2286 Smart SCR-App – Kooperation pixolus und Lackmann für moderne MesseinrichtungenDie Ende 2016 bekanntgegebene Kooperation mit der Fa. Lackmann haben wir nun kürzlich in Form einer Vertriebspartnerschaft konkretisiert. Aufbauend auf der Smart SCR-App wollen wir unsere Expertisen weiter bündeln, um gemeinsam Produkte und Services für die Digitalisierung von Prozessen rund um den Messstellenbetrieb zu entwickeln. Weitere Infos gibt es in der gemeinsamen Pressemitteilung zur Lackmann-Partnerschaft.

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Kommentar*: Quo vadis, Smart Meter-Rollout?! https://pixolus.de/blog/kommentar-quo-vadis-smart-meter-rollout/ Wed, 28 Sep 2016 07:05:38 +0000 http://pixolus.de/?p=1673 Mehr... →

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Das kürzlich beschlossene Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende stand im Mittelpunkt der Fachtagung metering days in Fulda. Bereits im Vorfeld der Gesetzesentscheidung wurde lange und heftig über Vor- und Nachteile, über Sinn und Unsinn diskutiert. Die Debatte zur Einführung sogenannter Smart Meter verdeutlichte, dass eine kontinuierliche Verbrauchserfassung breite Bevölkerungsschichten tangiert; eine Vielzahl von Gruppen muss oder will Zählerstände ablesen, um Transparenz über den (eigenen oder fremden) Energieverbrauch zu erhalten. Außerdem gewinnt Energiemanagement zunehmend an Bedeutung.

Langer Anlauf – weiter Sprung?
Das Gesetz sieht einen Rollout von Smart Metern in Deutschland bei Stromzählern vor – ab bestimmten Jahresverbrauchsmengen verpflichtend, darunter freiwillig, aber mit Kostendeckelung. Während andere europäische Staaten die Einführung in klare Vorgaben und Zeitpläne gegossen haben, haben in Deutschland lange Diskussionen und Streitereien zu gemeinsamen Standards, zur Verteilung von Verantwortlichkeiten sowie zu Sicherheits- und Datenschutzaspekte die Entscheidung nachhaltig gehemmt.

Bleibt also vieles noch beim Alten?
Eine Vielzahl von Stadtwerken hat bereits erste Smart Meter versuchsweise installiert. Fraglich bleibt weiterhin, ob alle Versorger die Installationen innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Zeitvorgaben schaffen. Hinzu kommen sogenannte modernen Messeinrichtungen, also digitale Zähler, die noch nicht smart sind. Sie messen den Verbrauch, senden ihn aber nicht automatisch an den Betreiber. Folglich müssen auch diese Zähler bis zum Zeitpunkt der Anbindung weiterhin manuell abgelesen werden. So oder so: Auf lange Zeit wird in Deutschland der weit überwiegende Anteil an Zählern aus Ferrariszählern und nicht-smarten LCD-Zählern bestehen, d.h. die Zählerstände der meisten Zähler müssen auch künftig weiter per Hand erfasst werden.

Smartphone Metering als Alternative
Doch es gibt eine Alternative: Zählerstände lassen sich mit Smartphone-Kameras per mobiler Bilderkennung zuverlässig und korrekt erfassen sowie per Fotobeleg dokumentieren. Bei diesem auch SmartPHONE Metering genannten Ansatz entfällt das mühsame Eintippen bzw. die heute noch verbreitete aufwendige Zettelwirtschaft. Hinzu kommt, dass weder die bewährte Zählerinfrastruktur aufgerüstet oder gar ausgetauscht werden muss, noch es erforderlich ist, teure Spezial-Hardware für die Ablesung anzuschaffen – die Zählerablesung per Kamera funktioniert auf gängigen Smartphones und Tablets.

Zugegeben, das Abscannen von Zählerständern ist nicht mehr nötig, sobald Zählerstände per Funk übermittelt werden können. Aber selbst wenn der Versorger Daten per Smart Meter bekommt, müssen manche Nutzer wie z.B. Hausmeister bei Wohnungsabnahmen weiterhin manuell ablesen. Lösungen wie pixometer sind marktreif. Sie können sowohl als Feature in B2C-Apps (Stichwort: Kundenselbstablesung) oder in mobile Workforce Management-Lösungen integriert werden.

Fazit: Im Markt bleibt weiterhin großes Potential für ausgereifte technische Alternativen zum Smart Metering – und das weltweit. Neben der Turnusablesung und Zählerwechseln liegen weitere Einsatzgebiete bei der Marktraumumstellung und dem Smart Meter-Rollout.

Ironie des Schicksals: Gerade beim Smart Meter-Rollout kann die beweissichere Dokumentation mit pixometer eine große Hilfe sein – um den Stand und Zustand des ausgebauten (und häufig anschließend verschrotteten) Zählers beweissicher festzuhalten.(skr/oka)

*Dieser Kommentar wurde in leicht veränderter Form am 22.09.2016 im energate messenger+ als Gastkommentar von Dr. Stefan Krausz veröffentlicht.

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Ernst & Young Stadtwerke-Studie 2015: Kundenbindung dank Digitalisierung https://pixolus.de/blog/its-the-customer-stupid-ernst-young-stadtwerke-studie-2015/ Thu, 27 Aug 2015 09:12:23 +0000 http://pixolus.de/?p=1087 Mehr... →

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Die Stadtwerke-Studie 2015 von Ernst & Young und BDEW bringt interessante Erkenntnisse. Im Kern: An der Digitalisierung von Prozessen kommt man immer weniger vorbei und der Kunde muss mehr in den Mittelpunkt – und dort gehalten werden (siehe dazu u.a. unseren Blogpost „VKU-Erklärung zu Digitalisierungsplänen von Stadtwerken„).

Der Wettbewerb nimmt zu und damit auch die Bedeutung von Innovationen – insbesondere mit Blick auf Optimierung bestehender Abläufe bzw. die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und -prozesse. Erfreulich: 82 Prozent wollen sich mit Marketing-, Vertriebs- und Kundenbetreuungsthemen intensiv oder sehr intensiv auseinandersetzen (2014: 73 Prozent).

Interessanterweise überwiegt bei den Befragten Skepsis gegenüber Smart Metern: Nur 37 Prozent der Befragten wollen sich stark oder sehr stark mit Themen des intelligenten Netzes („Smart Metering/Smart Grid/Netzintegration“) beschäftigen. Zwar wird Smart Metering Innovationspotential zuerkannt, doch attestieren lediglich 24 Prozent der Befragten diesem Bereich Erfolgsaussichten.

Omnichannel und Operationale Exzellenz
Neben der Ausrichtung an Kundenbedürfnissen sehen die Autoren der Studie zwei wesentliche Hebel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit: Omnichannel-Effizienz (d.h. die Erreichbarkeit durch verschiedene Distributionskanäle (vor Ort/online/mobil) und Operationale Exzellenz (d.h. eine schnelle und gezielte Verbesserung von Schwachstellen).

Eine Kunden-App mit funktionalen und inhaltlichen Mehrwerten, wie z.B. einer Zählerstandsablesung und -übermittlung, unterstützt beide Zielrichtungen: Kunden werden für ihren Energieverbrauch sensibilisiert und Transparenz geschaffen – dieser Kundennutzen erhöht zugleich die Kundenbindung. Einer Operationalen Exzellenz nähert man sich durch Fehlerbehebung und Prozessverbesserung. Die effiziente und korrekte Erfassung von Zählerständen zählt zu den essentiellen Prozessen bei Energieversorgern und Stadtwerken:

„Jedes Stadtwerkeunternehmen muss sich fragen, ob es sinnvoll ist, administrative Standardprozeduren – vor allem in der Verbrauchserfassung, der Lieferanten- und Kundenabrechnung, der Marktkommunikation und der Mitarbeiterentgeltabrechnung – weiterhin selbst zu erledigen. Dabei müssen Kosten und Output der Geschäftsprozesse den Anforderungen einer modernen Informationsgesellschaft standhalten können, also die Vernetzung und jederzeitige – auch mobile – Verfügbarkeit der Informationen adäquat berücksichtigen“ [S.28, EY Stadtwerke-Studie 2015].

Fazit: Kundenwünsche mit eigenen Wirtschaftlichkeitsanforderungen in Einklang zu bringen, ist schon lange technisch möglich. Die Digitalisierung von Massenprozessen wie der Zählerstandserfassung (Ablesung, Handling, Korrekturen) reduziert Kosten – gerade auch da, wo sie an Ablesedienstleister ausgelagert ist. Bei Einbeziehung der Kunden durch eine App (Self-Service) werden Effizienz und Kundenbindung gleichermaßen erhöht.

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Energiebranche: Effizienz und Kundenbindung durch Customer Self-Services https://pixolus.de/blog/energiebranche-effizienz-und-kundenbindung-durch-customer-self-services/ Mon, 08 Jun 2015 07:24:15 +0000 http://pixolus.de/?p=934 Mehr... →

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SB-Autowasch-Center, SB-Bäcker, Selbstbedienungskassen, … – dass Unternehmen immer öfter Kunden Dinge selbst erledigen lassen, ist ein Trend, der sich zunehmend auch im digitalen Bereich etabliert. Digitale „Customer Self Services (CSS)“ nennen es Fachleute, wenn Verbraucher E-Tickets daheim ausdrucken, Fragebögen ausfüllen oder selbst einchecken.

In diesem Zusammenhang liefert die detecon Studie „Digitale Customer Self-Services aus 2014 interessante Erkenntnisse. Kunden und Manager aus fünf Branchen – u.a. aus der Energiewirtschaft – wurden umfassend befragt. Kernthese: Unter bestimmten Bedingungen bewirken CSS-Angebote höhere Effizienz, geringere Kosten und höhere Kundenzufriedenheit.

Kundenselbstservices in der Energiebranche
Auch wenn aus Kundensicht Self-Services bislang in anderen Branchen größere Bedeutungen haben, nennen doch immerhin 39% der Energiekunden Self-Service als wichtigen Entscheidungsfaktor für einen Anbieter (S. 13). Allerdings hatten bisher nur 28% der Energiekunden positive Kundenerlebnisse (S. 15) – die Branchen E-Commerce (83%) und Transport (75%) liegen hier deutlich vorne. Eine Studie von SopraSteria Consulting – Kundenservice-Apps aus dem gleichen Jahr brachte ähnliche Ergebnisse – u.a., dass sich 44 Prozent der Befragten die Nutzung einer Stromanbieter-App vorstellen können. Besonders reizvoll wäre dabei für über die Hälfte eine App zur Erfassung des Zählerstandes und dessen direkte Übermittlung an den Stromanbieter.

Die bestehenden Self-Services noch konsequenter auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten, ist die zentrale Herausforderung. Energieversorger haben also noch Nachholbedarf. Denn Kunden von Energieversorgern stehen dem „Mitmachprinzip“ verhaltener gegenüber: In der Energieversorgung haben über 40 Prozent Self-Services noch nie genutzt, im Bankensektor hingegen ein Großteil sogar mehrfach die Woche. Dies könnte dran liegen, dass es im Energiebereich bisher vergleichsweise wenig Self-Services und auch – z.B. im Vergleich zu Banken – weniger Interaktionen gibt (S. 13).

Prozesseffizienz und Kundenbindung dank Self-Services
Eine Studie von Nuance* ergab bereits 2013, dass 67% der Kunden weltweit bereits heute branchenübergreifend einen digitalen gegenüber einem persönlichen Kontakt bevorzugen. Bei durchdachtem Einsatz von Customer Self-Services werden Kosten durch Einsparung von Serviceressourcen Kosten reduziert – dank Involvierung der Kunden in die eigentliche Leistungserbringung sowie in Marketing-, Vertriebs- und Serviceprozesse. Positiver Nebeneffekt: Dank entsprechender automatisierter Prozesse können sich Kunden mit Feedback kontinuierlich in die Verbesserung von Produkten oder Dienstleistungen einbringen (S. 3).

Ein wichtiger Faktor für die Etablierung mobiler Lösungen ist das Nutzungserlebnis: Branchenübergreifend bestätigen deutlich weniger Kunden ein positives Erlebnis mit Self-Services, als von den Unternehmen prognostiziert wurde. Starke Diskrepanzen zwischen Unternehmens- und Kundenwahrnehmung wurden besonders bei Energieversorgern sowie in der Telekommunikationsbranche identifiziert (S. 7). Dabei könnte sich auch die Energiebranche mit „kreativem Kundenkontaktmanagement“ gegen die Konkurrenz um Neu- und Bestandskunden stemmen – vorausgesetzt, die digitalen CSS sind schnell, mobil und flexibel.

Laut Studie rechnet man branchenübergreifend mittelfristig mit zwischen 10 und 15 Prozent niedrigeren Sales- und Servicekosten sowie einer Verlagerung bestehender Kundenkontakte von bis zu 15 Prozent in Self-Service-Kanäle. Die Umsatzzuwächse schätzen die Unternehmen zwischen 5 und 10 Prozent ein. Diese Erkenntnisse verdeutlichen das Potential, mit Self-Services sowohl Kundenwünsche als auch unternehmerische Effizienzzielsetzungen zu bedienen.

… und sie bewegen sich doch
Noch ist die Zahl von Stromanbieter-Apps sehr überschaubar. Doch stellen wir in unseren Gesprächen eine zunehmende Sensibilisierung für die Thematik fest. Auch Stadtwerke beginnen die Zeichen der Zeit zu erkennen und richtig zu deuten; Stadtwerke wollen die Transformation hin zu digitalen Kundenservices und Prozessen stärker angehen. Eine App inkl. automatischer Zählerablesung und Digitalisierung wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. (ok/sk)

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*Nuance (2013): Achieving Maximum Impact through Self-Service

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Smart Meter: Innovation oder Planungschaos? https://pixolus.de/blog/smart-meter-innovation-oder-planungschaos/ Tue, 21 Apr 2015 13:52:05 +0000 http://pixolus.de/?p=876 Mehr... →

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Bei der Pressekonferenz des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) e.V. im Rahmen der Hannover Messe am 13. April beschrieb die Geschäftsführerin, Hildegard Müller, die „Energiewirtschaft [als] eine der Schaltzentralen für die Digitalisierung“, die „Kompetenz in den Bereichen Industrie 4.0, Vernetzung der Dinge und Transformation der Energiesysteme […]“ habe.

Sie sieht großes Potential für die Energiewirtschaft dank der Digitalisierung: „Internettechnologien, Big Data, Innovationen in Prozessen sowie die zunehmende Dezentralisierung eröffnen auch für unsere Branche völlig neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle“, so Hildegard Müller. Die Energiewirtschaft setze die Digitalisierung bereits um und würde im Zuge dessen u.a Haushalte mit modernen Produkten ausrüsten.

Dass die Energiewirtschaft grundsätzlich großes Innovationspotential birgt, das meint auch der renommierte Innovationsprofessor Dan Breznitz (siehe Blogpost „Innovation im Energiesektor – Anforderungen und Chancen der digitalen Transformation“). Um so verwunderlicher ist es, dass – trotz Anstrengung vieler Branchenunternehmen und der grundsätzlichen Bereitschaft der Politik – die Einführung intelligenter Messsysteme nicht mehr unter einem guten Stern steht.

So betitelt SPIEGEL Online seine aktuelle Bestandsaufnahme mit „Planungschaos: Regierung vermasselt Start neuer Stromzähler-Generation“. Der Autor schreibt darin über Verzug und Chaos sowie über das Vorpreschen der Hardwarehersteller, Geräte mit fraglichem Nutzwert im Rahmen von Pilotprojekten zu installieren und damit verbundene Kosten auf die Verbraucher abzuwälzen. Diese werden auf jährlich 50 Mio. EUR jährlich geschätzt, die über sogenannte Netzentgelte auf die Stromrechnungen aller Verbraucher umgeschlagen.

„[Es] herrsch[e] Wildwuchs im Stromnetz. Weil die nötigen gesetzlichen Rahmenbedingungen seit Jahren im Verzug sind, haben viele Zählerhersteller einfach drauflos gebaut. 400.000 bis 500.000 intelligente Zähler seien inzwischen am Netz. […] Die meisten dieser Geräte erfüllen laut Bundesnetzagentur gar nicht die Anforderungen, die die Bundesregierung an ein intelligentes Stromnetz stellt … [und] viele der vermeintlich intelligenten Zähler zum Beispiel [können] gar nicht mit jedem Stromversorger kommunizieren. Ein intelligentes Stromnetz würde so nicht entstehen – eher ein Flickenteppich aus vielen nicht miteinander kompatiblen Einzellösungen.“

Nicht einmal die Bundesnetzagentur wisse, wie viele intelligente Zähler derzeit am Netz sind. Auch das mit dem BMWi-Eckpunktepapier „Intelligente Netze“ initiierte Regelungsvorhaben läuft nicht nach Zeitplan; Mitwirkende Experten, Unternehmen und Verbände haben immer noch nicht wichtige Details geklärt, um auf Basis dessen eine für den Sommer geplante Verordnung zu erarbeiten. Dies riecht nach neuerlicher Verschiebung.

Ganz aktuell bezieht auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen erneut Stellung dazu (s.a. „Smart Meter Zwangsbeglückung“, 10.2.2015). In seiner aktuellsten Kritik spricht sich der VZBV gegen einen Zwangseinbau aus und begrüßt den Wegfall der Einbaupflicht bei Neubauten und Sanierungen.

„Die neue ‚intelligente Infrastruktur‘ bringt für die Mehrzahl der Stromverbraucher mehr Kosten als Nutzen. Eine Modernisierungsoffensive in Deutschlands Kellern darf nicht per Zwang und auf Kosten der Verbraucher verordnet werden“, so Marion Jungbluth, vom VZBV.

Darüber hinaus sieht man wenig Potential in der Vernetzung sowie Nachholbedarf bei der Finanzierung, der Rollout-Zeitplanung sowie rechtlichen Aspekten wie etwa bei Veröffentlichungspflichten und der Datensicherheit.

Die Verbraucher in Deutschland können also gespannt sein, welche Maßnahmen die Bundesregierung und Ihr jeweiliger Versorger ergreifen, um Ihnen Transparenz über ihren Energieverbrauch zu geben. Spannend ist auch die Frage, welche Kosten mit den technischen Neuerungen verbunden sind. Wir von pixolus halten die von uns entwickelte Zählerstandserfassung jedenfalls für eine gute und kostengünstige Alternative, um Verbraucher für ihren Energieverbrauch zu sensibilisieren. (ok/sk)

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Eckpunkte „Smart Meter“-Umstellung: Regierung erspart Normalverbrauchern teure Smart Meters https://pixolus.de/blog/eckpunkte-smart-meter-umstellung-regierung-erspart-normalverbrauchern-teure-smart-meters/ Mon, 09 Mar 2015 10:02:50 +0000 http://pixolus.de/?p=801 Mehr... →

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 09.02.2015 das Eckpunktepapier „Verordnungspaket Intelligente Netze“ herausgegeben. Die Beschlussfassung zur entsprechenden Gesetzesvorlage soll im Sommer 2015 erfolgen.

Das Eckpunktepapier sieht für den allergrößten Teil deutscher Haushalte (mit Verbräuchen von weniger als 6.000 kWh/Jahr) aus Kostengründen vor, auf eine Umstellung auf intelligente Zähler zu verzichten. Nur für Haushalte mit großen Verbräuchen wird überhaupt eine Umstellung vorgeschlagen und dies später als ursprünglich geplant – nämlich stufenweise ab 2017 (>20.000 kWh/Jahr), 2019 (> 10.000 kWh/Jahr) bzw. 2021 (> 6.000 kWh/Jahr). In Deutschland liegt der durchschnittliche Jahresverbrauch von 3 Personen-Haushalten zwischen 3.000 und 4.000 kWh/Jahr. Die Umstellung auf Smart Meters betrifft also Privathaushalte kaum. Auch heute noch vorgeschriebene Einbauverpflichtungen bei Neubauten und Renovierungen sollen künftig entfallen.

Rollout Plan der Bundesregierung Smart Metering

Der Rollout-Plan der Bundesregierung für intelligente Messsysteme und Stromzähler
(Quelle: www.bmwi.de).

Im Eckpunktepapier heißt es wörtlich:

„Es wird keinen Rollout ‚um jeden Preis‘ geben. Kosten und Nutzen müssen in einem vernünftigen Verhältnis stehen.“

Grundlage für diese Einschätzung ist eine im Auftrag des BMWi von Ernst & Young erstellte und im Juli 2013 veröffentlichte Kosten-Nutzen-Analyse. Diese habe gezeigt, dass es

„gesamtwirtschaftlich nicht angezeigt wäre, einen verpflichtenden Rollout für 80 oder sogar 100 Prozent aller Haushalte vorzusehen. Ein so umfangreicher Rollout würde bei Klein- und Durchschnittsverbrauchern zu unzumutbaren Kostenbelastungen führen“.

Verbraucher werden lediglich verpflichtet, bis 2032 elektronische Stromzähler einzubauen. Dabei soll der Verbraucher wählen können, wie Energieverbräuche visualisiert werden:

„Die Art und Weise, wie der Verbrauch veranschaulicht wird – Kern des Energieeffizienzgedankens – soll der Kunde entscheiden. Das heißt insbesondere, dass keine Verpflichtung zu einem externen Zweitdisplay vorgesehen ist. Dies senkt die Kosten und erhöht die Chancen für maßgeschneiderte Kundenlösungen.“

Wir von pixolus arbeiten gerade an solchen maßgeschneiderten Kundenlösungen. Unser Ansatz macht die Umrüstung auf teure funkgesteuerte Messsysteme überflüssig: Mit pixometer kann jeder Smartphone-Besitzer seine Zähler ganz einfach und bequem erfassen und seinen Energieverbrauch graphisch darstellen. Privathaushalte werden ganz im Sinne der Energiewende für ihren Energieverbrauch sensibilisiert. (sk)

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UPDATE
11.03.2015

Die Bundesnetzagentur hält die – im BMWi-Eckpunktepapier bereits sehr hoch angesetzten – Verbrauchsuntergrenzen zur stufenweisen Einführung von Smart Metern für immer noch zu niedrig. Danach rechne sich ein Einbau von intelligenten Zählern erst ab einem Jahresstromverbrauch von 20.000 kWh. Dies entspricht dem 5 bis 7-fachen (!) Jahresverbrauch eines durchschnittlichen 3-Personenhaushalts in Deutschland.

Laut einem internen Papier fallen die Einbaukosten bei niedrigen Verbräuchen doppelt so hoch aus, wie die zu erwartenden Stromeinsparungen. (sk)
(Quelle)

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