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Pain-Point Zählerablesung: Kleiner Prozess, großer Aufwand

Die jährliche Zählerablesung ist sowohl in der Energie- als auch in der Wohnungswirtschaft ein ungeliebter Prozess.

Veranstaltungstipp: WE.thinkfuture 2020
Session: Pain-Point Zählerablesung (27.10.2020)

Acht Thesen zum Status quo:

1. Der heutige Ableseprozess ist durch viele Medienbrüche gekennzeichnet, die eigentliche Zählerablesung erfolgt häufig noch mit Papier und Stift. Konsequenzen sind: viele Fehler, unvollständige Daten, unnötige Doppelarbeiten und hohe Unzufriedenheit bei allen Beteiligten.

2. Mangel an Transparenz: Die übermittelten Zählerstände sind nicht überprüfbar; Energieversorger erhalten benötigte Zählerstände irgendwann „en bloc“ und auch die Disponenten bei Wohnungsunternehmen haben im laufenden Prozess keinen genauen Überblick, welche Zähler bereits abgelesen worden sind.

3. Wohnungsunternehmen benötigen Zählerstände für zwei Zwecke:
1.) Hauptzähler zur Weitergabe an Energieanbieter
2.) Nebenzähler für interne Zwecke (Betriebskostenabrechnung).

Die Zählerstandserfassung sollte für beide Zwecke in einer einzigen Tour erfolgen.

4. Teilweise übernehmen angestellte Hausmeister:innen der Wohnungsunternehmen die Ablesungen, häufig werden Ablesedienstleister (=Hausmeisterservices) damit beauftragt. Somit sind im Regelfall drei Branchen (Versorger, Ablesedienst, Wohnungsunternehmen) beteiligt. Es gibt zwei wesentliche Rollen: Disposition (Koordination, Aufgabenzuordnung) und Ablesung (Erfassung vor Ort).

5. Die beteiligten Unternehmen sind meist im Markt parallel für mehrere Auftraggeber/-nehmer tätig; einerseits wollen sie ihre Tätigkeiten effizient ausführen (z.B. will ein Ableseservice in einem Arbeitsgang Ablesungen für mehrere Auftraggebende in der gleichen Region erfassen). Anderseits müssen die erfassten Daten sauber voneinander getrennt sein.

6. Da es in Deutschland in den kommenden Jahren vergleichsweise wenige echte Smart Meter geben wird, müssen auf absehbare Zeit Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmezähler überwiegend von Ableser:innen erfasst werden.

7. Bisher fehlt ein geeignetes Tool, das alle Beteiligten über den gesamten Erfassungsprozess bestmöglich unterstützt.

8. Eine standardisierte Plattform ist erforderlich, um die komplexen Marktbeziehungen abzubilden, den unterschiedlichen Beteiligten hohen Bedienkomfort zu bieten und die hohen Datenschutzanforderungen zu erfüllen. Die Plattform soll eine weitgehend automatisierte Prozessführung ermöglichen und eine medienbruchfreie Datenübermittlung mit hoher Usability für alle Beteiligten sicherstellen.

Damit dieser Prozess kein Pain-Point bleibt, haben pixolus und die Aareal Bank gemeinsam eine solche Plattform entwickelt: Aareal Meter geht in Kürze offiziell an den Start. Stay tuned. (SKr, OKa)

Veröffentlicht am 5. Oktober 2020 in News, Projekte

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