Studie – pixolus https://pixolus.de Wed, 30 Sep 2020 12:02:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0.17 Studie: EnergiemanagerInnen wünschen sich mobile Energiedatenerfassung https://pixolus.de/blog/studie-energiemanagerinnen-wuenschen-sich-mobile-energiedatenerfassung/ Wed, 30 Sep 2020 09:57:24 +0000 https://pixolus.de/?p=4295 Mehr... →

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Jedes Energiemanagement ist nur so gut wie seine Datenbasis – diese Weisheit deutet auf eine Schwachstelle vieler EDM-Systeme hin: Die korrekte Erfassung der Verbrauchsdaten (Strom, Gas, Wasser, Wärme) ist vielfach die Achillesferse. Natürlich sollte die Erfassung von Zählerwerten nicht nur zuverlässig, sondern auch einfach erfolgen.

In Rahmen der Initiative sustainKMU haben die Universität Siegen und die ASEW den deutschen Markt für Energiemanagementsoftware untersucht (»Marktstudie Energiemanagementsysteme«). Betrachtet wurden insgesamt 78 Programme. Zusätzlich erhielten alle Anbieter einen Fragebogen, den 39 beantwortet haben. Diese Ergebnisse flossen mit in die Analyse ein.

Dabei zeigt sich, dass das Angebot bisweilen recht heterogen ist – mit Blick auf u.a. den Funktionsumfang, konkrete Anwendergruppe, die ISO 500001-Konformität bis hin zum Preis und nicht zuletzt Datenschutzaspekten wie etwa dem geografische Speicherort der Daten. Als eine wichtige Erkenntnis konstatieren die Autoren, dass „mit einer ´einfachen´ digitalen Software [Unternehmen] jedoch dabei unterstützt werden [können] Einsparpotentiale zu erkennen, Hemmnisse abzubauen und durch ein EnMS die Energieeffizienz zu steigern“.

Der unzureichende Überblick über Energieverbrauch und Effizienzmaßnahmen wird als eines der größten Hemmnisse ausgemacht. Weiter spiele bei der Entscheidung für eine Energiemanagementsoftware eine große Rolle, wie leicht sie sich in die bestehende digitale Infrastruktur des Unternehmens einbinden lasse. Gerade für Energieauditoren sei besonders wichtig, dass Messwerte mit mobilen Endgeräten (z.B. Smartphones, Tablets) eingelesen werden können. Zwar geben 92% der Antwortenden an, dass dieser Schritt möglich wäre, jedoch würden „Energieberater die Erfahrung [machen], dass genau diese Eigenschaft sehr hilfreich wäre und auf dem Markt noch nicht verbreitet ist“.

Wie genau Zählerstände erfasst werden, ist aus den Studienergebnissen nicht zu erfahren. Dabei ist mobile Erfassung nicht gleiche mobile Erfassung: Diese reicht von Eintippen von Daten über die Tastatur eines Laptops über die Eingabe von Werten in Tablets und Smartphones bis hin zu einer automatisierten Erhebung mittels Datenloggern oder eben der von pixolus entwickelten Zählerstand-Scanfunktion pixometer.

pixometer - mobile Datenerfassung für Energiemanager und Energieaudits

Verbrauchserfassung per Kamera statt Zettelwirtschaft

Gesetzlich sind vorwiegend größere Unternehmen zu Energieaudits nach DIN EN 16247-1 verpflichtet. Alternativ können diese den Weg der Einführung eines Energiemanagement-systems (EnMS) gehen. Es ist davon auszugehen, dass auch in kleineren Unternehmen Energie-einsparpotentiale sehr hoch sind. Gleiches gilt für kommunale Betriebe und Liegenschaften. Nach einer aktuellen Meldung der EnergieAgentur NRW verfügen Städte und Gemeinden in Deutschland über rd. 175.000 Nichtwohngebäude (z.B. kommunale Verwaltungsgebäude, Schulen, Sportstätten oder Kitas). Die Wärme- und Stromversorgung dieser Liegenschaften kostet jedes Jahr ca. vier Milliarden Euro. Nicht nur die Kämmerer der Gemeinden, sondern auch das Klima profitieren von den hier umgesetzten Energieeinsparungen.

So bieten mittlerweile auch Versorger wie die EnBW AG mit KEM – Kommunales Energiemanagement auf kommunale Bedarfe zugeschnittene Lösungen. In einem gemeinsamen Projekt hat pixolus den Prozess der Datenerfassung neu aufgestellt: Mehr zu den Funktion und Vorteile schildern wir in unserem Blog: Die neue Scan2KEM-App. (OKa, SKr)

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Start-ups fördern Innovationsfähigkeit von Großunternehmen https://pixolus.de/blog/start-ups-foerdern-innovationsfaehigkeit-von-grossunternehmen/ Mon, 14 Dec 2015 15:59:44 +0000 http://pixolus.de/?p=1248 Mehr... →

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Die Zusammenarbeit mit Start-ups hat großen Einfluss auf die Innovationsfähigkeit großer Unternehmen. Das ist das Kernergebnis der weltweiten Studie „Harnessing the Power of Entrepreneurs to Open Innovation“ von Accenture in Kooperation mit der G20 Young Entrepreneurs Alliance. Je 1.000 Jungunternehmer und Führungskräfte in Großkonzernen wurden zu Ihren Erfahrungen aus der Zusammenarbeit befragt.

Dabei gaben gar 78% der Industrievertreter an, dass die Zusammenarbeit entscheidend für eigene Innovationen und das Wachstum sei (für Deutschland: 68%). Dass das Zusammenwirken mit Start-ups immerhin wichtige Impulse für die eigene digitale Transformation gebe, nannten 82% (für Deutschland: 75%). Es wird erwartet, dass bis 2020 ein Fünftel des Gesamtumsatzes unmittelbar auf die Kooperation mit Start-ups zurückzuführen sei.

Wenig überraschend für uns: Großunternehmen und insbesondere Start-up-Vertreter gaben an, dass die Politik viel mehr dafür tun könnte, um innovative Jungunternehmen und Großindustrie zusammenzubringen. Laut Berechnung von Accenture würde nämlich aus fehlender bzw. ineffizienter Zusammenarbeit mit Start-ups alleine in Deutschland ein Wachstum von 99 Mrd. EUR bis 2020 genutzt bleiben – das entspräche gut 3,4% des gegenwärtigen BIP.

In der Tat ermöglicht die Zusammenarbeit mit einem oder mehreren agilen Start-up Großunternehmen die schnelle Adaption von Technologietrends. So können sie heterogene Anwendungsfelder individuell und flexibel digitalisieren. Welche weitreichenden Erwartungen Konzerne und Start-ups an eine Zusammenarbeit haben, zeigt die nachstehende Darstellung. (oka)

Startups & big industry: benefits of collaboration

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Wirtschaft DIGITAL 2015: Energie- und Wasserversorger durchschnittlich digitalisiert https://pixolus.de/blog/wirtschaft-digital-2015-energie-und-wasserversorger-durchschnittlich-digitalisiert/ Tue, 10 Nov 2015 13:32:56 +0000 http://pixolus.de/?p=1193 Mehr... →

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Für ihren Monitoring-Report „Wirtschaft DIGITAL“ untersuchen TNS Infratest und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) den Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft. Mit Blick auf den aktuellen Bericht liegen die Wasser- und Energieversorger mit einer durchschnittlichen Digitalisierung gerade mal im Mittelfeld. Die Studie prognostiziert eine Zunahme von heute 47 auf 56 Indexpunkte in 2020.

Erfolgsfaktoren der Digitalisierung
Zeitgleich identifizieren das ZEW und TNS kritische Erfolgsfaktoren für einen nachhaltigen Digitalisierungsfortschritt. Um auf Dauer dank Digitalisierung erfolgreich zu sein, gilt es, die Effizienz interner Prozesse, Ressourcen und Arbeitsabläufe zu steigern. Auch soll die Digitalkompetenz der Mitarbeiter gefördert werden, um diese bei der digitalen Transformation „mitzunehmen“.

Letztlich trägt auch eine vollständig digitalisierte Wertschöpfungskette zur erfolgreichen Digitalisierung unternehmensinterner Prozesse bei. So kann lediglich bei 33 % der Unternehmen ein intensiver Einsatz digitaler Informations- und Vertriebskanäle festgestellt werden (s.a. Ernst & Young Stadtwerke-Studie 2015). Die Ersteller der Studie empfehlen den zügigen Ausbau digitaler Kanäle zur Individualisierung von Produkten oder Services (z.B. Selbstablesung von Zählerständen per App) durch die Kunden.(oka/skr)

Umsatzanteil Neuprodukte_ Innovationen

Make or buy - Nutzung externer Digitalkomponenten

Make or buy - Nutzung externer Anbieter

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Praxistest: pixometer im Einsatz bei den Stadtwerken München https://pixolus.de/blog/praxistest-pixometer-im-einsatz-bei-den-stadtwerken-muenchen/ Fri, 30 Oct 2015 08:48:28 +0000 http://pixolus.de/?p=1166 Mehr... →

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Im Rahmen eines Praxistests haben Mitarbeiter der Stadtwerke München die pixometer-Zählerstandserfassung über mehrere Tage evaluiert. Das Ergebnis: Die Kombination aus Zählerzuordnung per Barcode und gleichzeitiger automatischer Erfassung der Zählerstände bringt eine deutliche Optimierung des bisherigen Ableseprozesses.

Logo Stadtwerke München (SMW)

Details und Ergebnisse sind hier abrufbar:
Praxistest: pixometer-Zählerablesung per Smartphone-Kamera bei den Stadtwerken München (SWM) [pdf/926kb].

Sie haben Interesse an einem ähnlich gestalteten Praxistest? Sprechen Sie uns einfach an! (ska/skr)

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EVU-Webstudie 2015 – Versorger erkennen Bedeutung der Kundeneinbindung https://pixolus.de/blog/evu-webstudie-2015-versorger-erkennen-bedeutung-der-kundeneinbindung/ Tue, 13 Oct 2015 07:34:35 +0000 http://pixolus.de/?p=1136 Mehr... →

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Im Rahmen der jährlichen EVU-Webstudie untersuchen Process Consulting die Servicequalität der Webauftritte deutscher Strom- und Gasversorger. Dabei werten sie die Angaben eingesetzter Test-User aus, um die Ergebnisse sodann als Ranking aufzubereiten. Berücksichtigt wurden diesmal 36 Gas- und 68 Stromanbieter, deren Webangebote für Kunden und Interessenten anhand von gut 130 Kriterien bewertet wurden.

Beispielsweise belegen im Punkt „Kundenkommunikation“ die Stadtwerke Bochum sowohl als Gas- wie auch Stromanbieter den ersten Platz. Nicht anders schaut dies beim Kriterium „Customer Self-Services“ aus; auch hier führt der Bochumer Versorger in beiden Sparten das Ranking an – gefolgt von der Kölner RheinEnergie.

Insgesamt zeigt sich für uns, dass das Gros der Energieversorger die Notwendigkeit erkannt hat, neben Energieprodukten weitere Services anzubieten, um preissensitive Bestandskunden zu halten und neue zu gewinnen. Neben Content, wie Energiespartipps wie auch die Anbindung der Social Media Auftritte, finden sich diverse Vorteilsangebote (z.B. Energieshop, Onlinetarif). Die Untersuchung spiegelt aber zeitgleich wider, dass trotz der erster Digitalisierungsschritte weiterhin noch stark auf klassische Kommunikationswege (Anschreiben, Postkarte, Call Center) gesetzt wird.

Zu kurz kommt unseres Erachtens die Berücksichtigung von Apps als komplementären Kanal. Je nach Ausgestaltung haben diese sogar das Potential, sich als eigenständiger Kanal hin und zurück vom Kunden zu etablieren. Erste Stadtwerke haben bereits ihre eigene App, eine Vielzahl arbeitet daran bzw. prüft diese Option. Gerade mit Blick auf eine direkte „Kundenkommunikation“ und die Etablierung prozessverschlankender „Customer Self-Services“ eignen sich Apps als zeitgemäßer Kanal zum Dialog. So läßt sich beispielsweise die alljährlich wiederkehrende Abfrage von Zählerständen als Self-Services über eine App umsetzen – z.B. bequem, korrekt und beweissicher per pixometer Bilderkennungs-SDK abgescannt.

Details (Pressemitteilung, Ranking-Grafiken nach Sparten und Kriterien) zu der Erhebung gibt es hier: EVU-Webstudie 2015. (oka/skr)

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Ernst & Young Stadtwerke-Studie 2015: Kundenbindung dank Digitalisierung https://pixolus.de/blog/its-the-customer-stupid-ernst-young-stadtwerke-studie-2015/ Thu, 27 Aug 2015 09:12:23 +0000 http://pixolus.de/?p=1087 Mehr... →

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Die Stadtwerke-Studie 2015 von Ernst & Young und BDEW bringt interessante Erkenntnisse. Im Kern: An der Digitalisierung von Prozessen kommt man immer weniger vorbei und der Kunde muss mehr in den Mittelpunkt – und dort gehalten werden (siehe dazu u.a. unseren Blogpost „VKU-Erklärung zu Digitalisierungsplänen von Stadtwerken„).

Der Wettbewerb nimmt zu und damit auch die Bedeutung von Innovationen – insbesondere mit Blick auf Optimierung bestehender Abläufe bzw. die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und -prozesse. Erfreulich: 82 Prozent wollen sich mit Marketing-, Vertriebs- und Kundenbetreuungsthemen intensiv oder sehr intensiv auseinandersetzen (2014: 73 Prozent).

Interessanterweise überwiegt bei den Befragten Skepsis gegenüber Smart Metern: Nur 37 Prozent der Befragten wollen sich stark oder sehr stark mit Themen des intelligenten Netzes („Smart Metering/Smart Grid/Netzintegration“) beschäftigen. Zwar wird Smart Metering Innovationspotential zuerkannt, doch attestieren lediglich 24 Prozent der Befragten diesem Bereich Erfolgsaussichten.

Omnichannel und Operationale Exzellenz
Neben der Ausrichtung an Kundenbedürfnissen sehen die Autoren der Studie zwei wesentliche Hebel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit: Omnichannel-Effizienz (d.h. die Erreichbarkeit durch verschiedene Distributionskanäle (vor Ort/online/mobil) und Operationale Exzellenz (d.h. eine schnelle und gezielte Verbesserung von Schwachstellen).

Eine Kunden-App mit funktionalen und inhaltlichen Mehrwerten, wie z.B. einer Zählerstandsablesung und -übermittlung, unterstützt beide Zielrichtungen: Kunden werden für ihren Energieverbrauch sensibilisiert und Transparenz geschaffen – dieser Kundennutzen erhöht zugleich die Kundenbindung. Einer Operationalen Exzellenz nähert man sich durch Fehlerbehebung und Prozessverbesserung. Die effiziente und korrekte Erfassung von Zählerständen zählt zu den essentiellen Prozessen bei Energieversorgern und Stadtwerken:

„Jedes Stadtwerkeunternehmen muss sich fragen, ob es sinnvoll ist, administrative Standardprozeduren – vor allem in der Verbrauchserfassung, der Lieferanten- und Kundenabrechnung, der Marktkommunikation und der Mitarbeiterentgeltabrechnung – weiterhin selbst zu erledigen. Dabei müssen Kosten und Output der Geschäftsprozesse den Anforderungen einer modernen Informationsgesellschaft standhalten können, also die Vernetzung und jederzeitige – auch mobile – Verfügbarkeit der Informationen adäquat berücksichtigen“ [S.28, EY Stadtwerke-Studie 2015].

Fazit: Kundenwünsche mit eigenen Wirtschaftlichkeitsanforderungen in Einklang zu bringen, ist schon lange technisch möglich. Die Digitalisierung von Massenprozessen wie der Zählerstandserfassung (Ablesung, Handling, Korrekturen) reduziert Kosten – gerade auch da, wo sie an Ablesedienstleister ausgelagert ist. Bei Einbeziehung der Kunden durch eine App (Self-Service) werden Effizienz und Kundenbindung gleichermaßen erhöht.

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Energiebranche: Effizienz und Kundenbindung durch Customer Self-Services https://pixolus.de/blog/energiebranche-effizienz-und-kundenbindung-durch-customer-self-services/ Mon, 08 Jun 2015 07:24:15 +0000 http://pixolus.de/?p=934 Mehr... →

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SB-Autowasch-Center, SB-Bäcker, Selbstbedienungskassen, … – dass Unternehmen immer öfter Kunden Dinge selbst erledigen lassen, ist ein Trend, der sich zunehmend auch im digitalen Bereich etabliert. Digitale „Customer Self Services (CSS)“ nennen es Fachleute, wenn Verbraucher E-Tickets daheim ausdrucken, Fragebögen ausfüllen oder selbst einchecken.

In diesem Zusammenhang liefert die detecon Studie „Digitale Customer Self-Services aus 2014 interessante Erkenntnisse. Kunden und Manager aus fünf Branchen – u.a. aus der Energiewirtschaft – wurden umfassend befragt. Kernthese: Unter bestimmten Bedingungen bewirken CSS-Angebote höhere Effizienz, geringere Kosten und höhere Kundenzufriedenheit.

Kundenselbstservices in der Energiebranche
Auch wenn aus Kundensicht Self-Services bislang in anderen Branchen größere Bedeutungen haben, nennen doch immerhin 39% der Energiekunden Self-Service als wichtigen Entscheidungsfaktor für einen Anbieter (S. 13). Allerdings hatten bisher nur 28% der Energiekunden positive Kundenerlebnisse (S. 15) – die Branchen E-Commerce (83%) und Transport (75%) liegen hier deutlich vorne. Eine Studie von SopraSteria Consulting – Kundenservice-Apps aus dem gleichen Jahr brachte ähnliche Ergebnisse – u.a., dass sich 44 Prozent der Befragten die Nutzung einer Stromanbieter-App vorstellen können. Besonders reizvoll wäre dabei für über die Hälfte eine App zur Erfassung des Zählerstandes und dessen direkte Übermittlung an den Stromanbieter.

Die bestehenden Self-Services noch konsequenter auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten, ist die zentrale Herausforderung. Energieversorger haben also noch Nachholbedarf. Denn Kunden von Energieversorgern stehen dem „Mitmachprinzip“ verhaltener gegenüber: In der Energieversorgung haben über 40 Prozent Self-Services noch nie genutzt, im Bankensektor hingegen ein Großteil sogar mehrfach die Woche. Dies könnte dran liegen, dass es im Energiebereich bisher vergleichsweise wenig Self-Services und auch – z.B. im Vergleich zu Banken – weniger Interaktionen gibt (S. 13).

Prozesseffizienz und Kundenbindung dank Self-Services
Eine Studie von Nuance* ergab bereits 2013, dass 67% der Kunden weltweit bereits heute branchenübergreifend einen digitalen gegenüber einem persönlichen Kontakt bevorzugen. Bei durchdachtem Einsatz von Customer Self-Services werden Kosten durch Einsparung von Serviceressourcen Kosten reduziert – dank Involvierung der Kunden in die eigentliche Leistungserbringung sowie in Marketing-, Vertriebs- und Serviceprozesse. Positiver Nebeneffekt: Dank entsprechender automatisierter Prozesse können sich Kunden mit Feedback kontinuierlich in die Verbesserung von Produkten oder Dienstleistungen einbringen (S. 3).

Ein wichtiger Faktor für die Etablierung mobiler Lösungen ist das Nutzungserlebnis: Branchenübergreifend bestätigen deutlich weniger Kunden ein positives Erlebnis mit Self-Services, als von den Unternehmen prognostiziert wurde. Starke Diskrepanzen zwischen Unternehmens- und Kundenwahrnehmung wurden besonders bei Energieversorgern sowie in der Telekommunikationsbranche identifiziert (S. 7). Dabei könnte sich auch die Energiebranche mit „kreativem Kundenkontaktmanagement“ gegen die Konkurrenz um Neu- und Bestandskunden stemmen – vorausgesetzt, die digitalen CSS sind schnell, mobil und flexibel.

Laut Studie rechnet man branchenübergreifend mittelfristig mit zwischen 10 und 15 Prozent niedrigeren Sales- und Servicekosten sowie einer Verlagerung bestehender Kundenkontakte von bis zu 15 Prozent in Self-Service-Kanäle. Die Umsatzzuwächse schätzen die Unternehmen zwischen 5 und 10 Prozent ein. Diese Erkenntnisse verdeutlichen das Potential, mit Self-Services sowohl Kundenwünsche als auch unternehmerische Effizienzzielsetzungen zu bedienen.

… und sie bewegen sich doch
Noch ist die Zahl von Stromanbieter-Apps sehr überschaubar. Doch stellen wir in unseren Gesprächen eine zunehmende Sensibilisierung für die Thematik fest. Auch Stadtwerke beginnen die Zeichen der Zeit zu erkennen und richtig zu deuten; Stadtwerke wollen die Transformation hin zu digitalen Kundenservices und Prozessen stärker angehen. Eine App inkl. automatischer Zählerablesung und Digitalisierung wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. (ok/sk)

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*Nuance (2013): Achieving Maximum Impact through Self-Service

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Eckpunkte „Smart Meter“-Umstellung: Regierung erspart Normalverbrauchern teure Smart Meters https://pixolus.de/blog/eckpunkte-smart-meter-umstellung-regierung-erspart-normalverbrauchern-teure-smart-meters/ Mon, 09 Mar 2015 10:02:50 +0000 http://pixolus.de/?p=801 Mehr... →

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 09.02.2015 das Eckpunktepapier „Verordnungspaket Intelligente Netze“ herausgegeben. Die Beschlussfassung zur entsprechenden Gesetzesvorlage soll im Sommer 2015 erfolgen.

Das Eckpunktepapier sieht für den allergrößten Teil deutscher Haushalte (mit Verbräuchen von weniger als 6.000 kWh/Jahr) aus Kostengründen vor, auf eine Umstellung auf intelligente Zähler zu verzichten. Nur für Haushalte mit großen Verbräuchen wird überhaupt eine Umstellung vorgeschlagen und dies später als ursprünglich geplant – nämlich stufenweise ab 2017 (>20.000 kWh/Jahr), 2019 (> 10.000 kWh/Jahr) bzw. 2021 (> 6.000 kWh/Jahr). In Deutschland liegt der durchschnittliche Jahresverbrauch von 3 Personen-Haushalten zwischen 3.000 und 4.000 kWh/Jahr. Die Umstellung auf Smart Meters betrifft also Privathaushalte kaum. Auch heute noch vorgeschriebene Einbauverpflichtungen bei Neubauten und Renovierungen sollen künftig entfallen.

Rollout Plan der Bundesregierung Smart Metering

Der Rollout-Plan der Bundesregierung für intelligente Messsysteme und Stromzähler
(Quelle: www.bmwi.de).

Im Eckpunktepapier heißt es wörtlich:

„Es wird keinen Rollout ‚um jeden Preis‘ geben. Kosten und Nutzen müssen in einem vernünftigen Verhältnis stehen.“

Grundlage für diese Einschätzung ist eine im Auftrag des BMWi von Ernst & Young erstellte und im Juli 2013 veröffentlichte Kosten-Nutzen-Analyse. Diese habe gezeigt, dass es

„gesamtwirtschaftlich nicht angezeigt wäre, einen verpflichtenden Rollout für 80 oder sogar 100 Prozent aller Haushalte vorzusehen. Ein so umfangreicher Rollout würde bei Klein- und Durchschnittsverbrauchern zu unzumutbaren Kostenbelastungen führen“.

Verbraucher werden lediglich verpflichtet, bis 2032 elektronische Stromzähler einzubauen. Dabei soll der Verbraucher wählen können, wie Energieverbräuche visualisiert werden:

„Die Art und Weise, wie der Verbrauch veranschaulicht wird – Kern des Energieeffizienzgedankens – soll der Kunde entscheiden. Das heißt insbesondere, dass keine Verpflichtung zu einem externen Zweitdisplay vorgesehen ist. Dies senkt die Kosten und erhöht die Chancen für maßgeschneiderte Kundenlösungen.“

Wir von pixolus arbeiten gerade an solchen maßgeschneiderten Kundenlösungen. Unser Ansatz macht die Umrüstung auf teure funkgesteuerte Messsysteme überflüssig: Mit pixometer kann jeder Smartphone-Besitzer seine Zähler ganz einfach und bequem erfassen und seinen Energieverbrauch graphisch darstellen. Privathaushalte werden ganz im Sinne der Energiewende für ihren Energieverbrauch sensibilisiert. (sk)

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UPDATE
11.03.2015

Die Bundesnetzagentur hält die – im BMWi-Eckpunktepapier bereits sehr hoch angesetzten – Verbrauchsuntergrenzen zur stufenweisen Einführung von Smart Metern für immer noch zu niedrig. Danach rechne sich ein Einbau von intelligenten Zählern erst ab einem Jahresstromverbrauch von 20.000 kWh. Dies entspricht dem 5 bis 7-fachen (!) Jahresverbrauch eines durchschnittlichen 3-Personenhaushalts in Deutschland.

Laut einem internen Papier fallen die Einbaukosten bei niedrigen Verbräuchen doppelt so hoch aus, wie die zu erwartenden Stromeinsparungen. (sk)
(Quelle)

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Umfrage: Stromkunden wünschen sich bequeme Zählerablesung per App https://pixolus.de/blog/umfrage-stromkunden-wuenschen-sich-bequeme-zaehlerablesung-per-app/ Fri, 27 Feb 2015 16:32:26 +0000 http://pixolus.de/?p=770 Mehr... →

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Die Studie Potenzialanalyse Mobility der Unternehmensberatung Steria Sopra ermittelte die Einstellung der Bevölkerung zur Nutzung von Apps für ausgewählte Branchen (z.B. Banken und Energie).

Hier die wichtigsten Ergebnisse für Stromanbieter:

  • Bisher nutzen (nur) 12 % der Smartphone- und Tablet-User gelegentlich Apps von Stromanbietern.
  • Am häufigsten kritisiert wird, dass die Apps meist nur online nutzbar sind.
  • Sogenannte Smart Home-Funktionen zur Fernsteuerung von Heizungen und Hausgeräten sind lediglich für 19 % wichtig.
  • Interessant: 44 % können sich die Nutzung einer Stromanbieter-App vorstellen.

Noch interessanter: Besonders reizvoll wäre für über die Hälfte der Befragten eine App zur Erfassung des Zählerstandes und dessen Übermittlung an den Stromanbieter.

Quelle: repräsentative Umfrage von Sopra Steria Consulting (ehemals Steria Mummert Consulting), Veröffentlichung: 06/2014.

Quelle: repräsentative Umfrage von Sopra Steria Consulting (ehemals Steria Mummert Consulting), Veröffentlichung: 06/2014.

Hier liegt eine große Chance für Energieversorger und Stadtwerke zur Optimierung ihrer Prozesse: Eine Digitalisierungsstrategie sollte sowohl die Erfassung und Verarbeitung von Daten als auch die Kommunikation mit bestehenden und möglichen neuen Kunden umfassen. So sieht es auch Norbert Neumann, Energieexperte bei Steria Sopra Consulting:

„Damit Energieversorger ihre wegbrechenden Geschäftsfelder kompensieren können, reicht es nicht, neue Produkte und Dienste zu entwickeln. Sie müssen diese auch zeitgemäß anbieten können und dazu gehören attraktive Apps.“

Eben! Die Attraktivität einer App steigt mit deren Nutzen. Die Umfrage ermittelte u.a. die Zuverlässigkeit der Funktion, geringe bis gar keine Kosten, eine einfache Bedienung sowie eine Offline-Nutzbarkeit als wichtige Akzeptanzkriterien. Besonders charmant: Mit einer clever gemachten App können Versorger gleichzeitig Kosten sparen und Kunden binden.

Dies bietet pixometer. Die kinderleichte Zählerstandsablesung per Kamera hilft sowohl Kunden (bequemes Handling, transparente Kosten) als auch Anbietern (reduzierte Prozesskosten, Nachvollziehbarkeit anhand Belegfoto). Wir bei pixolus haben uns zudem Gedanken gemacht, wie der Mehrwert einer App durch zusätzliche Services (vom Müllkalender bis hin zur ÖPNV-Fahrtenanzeige) noch weiter gesteigert werden kann. (ok/sk)

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